Am 01. Oktober 1911 eröffnete Dr. Rudolf Bode, Musiker und Kapellmeister, zusammen mit seiner Frau Elly Bode in München die Bode-Schule und begann mit „Lehrgängen für Rhythmische Gymnastik“.

Er veröffentlichte zahlreiche Schriften und Bücher – so „Ausdrucksgymnastik“ 1922 – und wurde zu einem der bedeutendsten Vertreter der damaligen Gymnastikbewegung.

Diese Bewegung versuchte gegenüber der zunehmenden Technisierung der Arbeitswelt, insbesondere der Gleichförmigkeit der Arbeitsbewegungen einen Ausgleich zu schaffen. Die enge Verbindung von Musik und Bewegung, wozu Dr. Rudolf Bode eine Fülle von Klaviermusik komponierte, und die fließenden, schwingenden Bewegungsformen fanden vor allem bei Frauen begeisterten Zuspruch.

In einer Zeit, als die Dame Korsett und Schnürstiefel trug, leistete das gymnastische Bewegungstraining einen wichtigen Beitrag zur Emanzipation der Frau, indem es zu einem neuen Körpergefühl und mehr Selbstbewusstsein verhalf.




Anmerkung zu dem Bild mit Elly Bode:
Die Zigarette in der Hand einer Frau, noch dazu im Freien, war in den Zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts Zeichen erfolgreicher Emanzipation – heute raten wir natürlich aus gesundheitlichen Gründen davon ab.


 

 
 
 
 
 

     
   Dr. Rudolf Bode und seine Frau Elly Bode
 

 

 
 

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